Willkommen in der bunten Welt der Schmetterlinge
- und bye, bye....

Fast 30 Jahre ist es her, seit ich von einem Bekannten der Familie die Bilder für diese Webseite bekommen hatte. Martin Jung war ein leidenschaftlicher Schmetterlingsfreund, fotografierte Schmetterlinge während seiner Urlaube in ganz Europa. Und er machte es als reines Hobby, das nicht ganz billig war. An die 10.000 Dias entwickeln und rahmen kostete damals noch richtig viel Geld. Als er starb hinterließ er seinen Fundus einer Universität, doch ich durfte die Dias vorher sichten und digitalisieren, was auch nicht ganz billig war, damals, vor fast 30 Jahren. Ok, ich habe das Geld wieder reinbekommen, indem ich Mitte der 1990er Jahre eine CD-ROM zusammen mit dem ebenfalls inzwischen verstorbenen Olaf Hemming, der ein eigenes Presswerk samt Vertrieb besaß, auflegte. »3.000 CDs verlaufe ich immer« – war sein Spruch damals. Ob er es geschafft hat, weiß ich nicht. Wir hatten uns auf eine freundschaftliche Pauschale geeinigt. Und er verstarb bevor es eine Neuauflage geben konnte.

Als der CD-ROM-Markt Ende der 1990er zusammenbrach, konvertierte ich die CD-ROM in eine Webseite und war damals eine der ersten Webseiten, die kostenlos einen Haufen Bilder und auch Info-Texte zum Thema Schmetterlinge bereitstellten. Webserver waren damals noch teuer, aber ich finanzierte den Server über andere Projekte, die etwas einbrachten. Denn auch wenn immer wieder mal nervige Werbeanzeigen auf dieser Seite auftauchten, wirklich einbringen tun die nichts. Die Kosten waren gerade so gedeckt. Und das war ok für mich.

Aber nun nehmen die – zweifelsohne berechtigten Forderung von uns allen – überhand. Die Folgen den ganzen Datenschutz-Richtlinien mit Consent Management Systemen kosten nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld. Umsonst gibt es die leider nur für kleine Seiten. Wenn man, so wie ich, 1.100 Bilder auf einzelne Seiten packt, dann wird man als »große Seite« eingestuft, als kommerziell sowieso, und muss dafür löhnen. Viel Zeit geht dann auch noch drauf, obendrein. Da war dann jetzt doch Schicht im Schacht. Ich mag nicht mehr, denn mittlerweile bin ich auch ein »älterer Herr« geworden, der sich mehr für seine wirklichen Interessen einsetzt. Aber ich werde mir eine lokale Kopie erstellen und auf CD-ROM brennen, falls meine – noch nicht existierenden - Enkelkinder eines Tages fragen sollten: Was ist ein Schmetterling?

Nun denn, es ist wie es ist: Welt der Schmetterlinge wird zum Ende des Monats offline gehen. Ich danke allen Besuchern, die diese Seite im Laufe der Jahre besucht haben.

Bye, bye…


Schmetterlinge haben wegen ihrer prächtigen Farben und ihres spielerischen graziösen Flugs seit jeher naturbegeisterte Menschen fasziniert. Dies ist mit ein Grund, dass die Welt der Schmetterlinge schon recht frühzeitig erforscht wurde. Bis heute sind rund 170.000 Arten beschrieben worden. Sie alle zeigen eine erstaunliche Vielfalt in Größe, Form und Farbe.

Ihre immense Vielfalt und Anpassungsfähigkeit an fast jedes Klima hat die Schmetterlinge zu einer der am weitesten verbreiteten Tiergruppen werden lassen. Schmetterlinge sind in der arktischen Tundra ebenso zuhause wie im Hochgebirge oder in tropischen Regenwäldern.

Fast überall leben die Schmetterlinge in einer Zweckgemeinschaft mit der Pflanzenwelt. Denn da erwachsene Schmetterlinge bis auf wenige Ausnahmen keine Kauwerkzeuge besitzen, können sie nur flüssige Nahrung aufnehmen. Der Blütennektar stellt daher die Hauptnahrungsquelle für Schmetterlinge dar. Zum Saugen des Nektars besitzen die Schmetterlinge einen langen Saugrüssel, der gewöhnlich unter dem Kopf zusammengerollt und kaum zu sehen ist. Ausgerollt reicht er jedoch bis tief in den Grund selbst langer Blütenröhren, um dort den Nektar aufzunehmen. Mit dem Umherfliegen und Besuchen blühender Pflanzen übertragen und verteilen die Schmetterlinge die Pollen der Pflanzen und tragen so zu deren Vermehrung bei.

Mit der Industrialisierung unserer Umwelt wurden viele Lebensräume von Schmetterlingen in unseren Breiten zerstört, so dass viele Arten inzwischen vom Aussterben bedroht sind. Um wenigstens einen Rest des Artenreichtums zu bewahren, stehen viele Schmetterlinge inzwischen unter Naturschutz, geregelt durch das "Gesetz über Naturschutz und Landschaftpflege". Nach diesem Gesetz sind die wildlebenden Tiere und Pflanzen und ihre Lebensgemeinschaften als Teil des Naturhaushalts in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Artenvielfalt zu schützen. Ihre Lebensstätten und Lebensräume (Biotope) sind zu schützen, zu pflegen, zu entwickeln und wiederherzustellen. Das Gesetz verbietet es ferner, wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Ebenso ist es verboten, Lebensstätten wildlebender Tier- und Pflanzenarten ohne vernünftigen Grund zu beeinträchtigen oder zu zerstören.

Die Bilder dieser Web-Site zeigen die Vielfältigkeit der Schmetterlinge. Sie entstanden über einen Zeitraum von 35 Jahren und zeigen unter anderem auch einige Arten, die heute in Deutschland kaum noch anzutreffen sind.

Lassen Sie sich verzaubern von der Welt der Schmetterlinge.